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‘Allgemein’ Category

  1. Nachtrag zum Abgeordnetenhaus in Berlin

    November 16, 2011 by schokostreusel

    Öffentliche Kritik hilft anscheinend doch manchmal und Susanne und Christopher Lang haben beschlossen, das Arbeitsverhältnis sofort zu beenden. Da Susannes Webseite im Moment nicht erreichbar ist, hier zum Nachlesen bei Google Plus.

    Ganz so erfreulich sieht es bei Oliver Höffinghoff und @Carridwen nicht aus. Wenn man nach ihren Aussagen auf Twitter geht, wird es wohl auch kein Arbeitsverhältnis mehr geben, aber nur auf Grund des Drucks von außen und nicht weil sie einsehen etwas falsch gemacht zu haben.

    Die Situation ist hier auch nicht ganz so klar, da sich ihre Beziehung wohl parallel zu Mareikes Aufbruch nach Berlin entwickelt hat. Aber man kann halt manchmal im Leben nicht alles haben.

    In wenigen Stunden soll es auch noch eine Stellungnahme der Fraktion geben.

     


  2. Eigentlich wollten wir es doch besser machen.

    November 15, 2011 by schokostreusel

    Aktuell gibt es die Debatte darüber wen die Berliner Abgeordneten antstellen sollen und wen nicht.

    Die Fakten sind ungefähr so mit Anspruch, aber keiner Garantie auf Richtigkeit.

    Zum einen gibt es den Fall in dem Zuse ihren Freund Edit: und Verlobten, mit dem sie zusammen wohnt, als ihren persönlichen Sachbearbeiter anstellen will. Ebenso will Oliver seine Lebensabschnittsgefährtin gemeinsam mit Heiko Herberg anstellen. Es gibt noch einen dritten Fall, wobei dort der Begriff Ex-Affäre verwendet wurde und wir wollen uns in einer Partei, wo viele sexuell recht freizügig leben, mal auf die aktuellen und etwas ernsthafterenen Lebensgefährten beschränken. Außerdem hat sich die Frau des Abgeordneten Pavel Mayer auf einen Posten als Fraktionsjuristin beworben. In den ersten Fällen handelt es sich um Mittel die den Abgeordneten zur Verwendung frei stehen, im letzten um Fraktionsmittel.

    Daraus ergeben sich natürlcih die Fragen inwieweit Partei und Fraktion getrennt sein sollten und in wie weit man den eigenen Partner anstellen sollte. Da die Piraten als Partei sich für weniger Korrupion und Vorteilsnahme aussprechen, sollten wir um glaubwürdig zu sein tunlichst solches Verhalten vermeiden.

    Und wenn es darum geht Menschen anzustellen, egal für wie lang und auch wenn es “gar nich mal so viel” Geld geht. Es geht um Geld und da muss man aufpassen.

    1. Man stellt nicht den eigenen Partner an, egal ob nun verheiratet, verlobt, oder erst seit ein paar Monaten zusammen. Vor allem nicht von den eigenen Mitteln. Bewerbungen vom Partner können die wenigsten objektiv behandeln und wir wollen es bei anderen Politikern auch nicht sehen. In die gleiche Kategorie fallen Verwandte, gute Freunde, ehemalige Lebensgefährten.

    2. Auch die Fraktion sollte nicht den Partner/Verwandten eines Fraktionsmitgliedes anstellen. Selbst wenn der betroffene Abgeordnete auf die Auswahl keinen Einfluss hat, so ist man doch in der gleichen Fraktion und die Tatsache kann auch die restlichen Abgeordneten beeinflussen.

    3. Im Zweifel gilt immer lieber nicht. Zuse schrieb in ihrem Blog z.B. dass ihr klar sei, dass es zwar legal, wenn auch moralisch fragwürdig sei. Wenn man schon zum Schluss kommt, das etwas moralisch fragwürdig und an der Grenze zur Legaliät ist, sollten wir uns doch an unsere Prinzipien halten und den Eindruck von Vorteilsnahme und Vetternwirtschaft vermeiden.

    4. Der Fall von Zuse überschneidet noch mit dem Problem, dass man jemadnen anstellt, der eine verantwortungsvolle Position in der Partei hat. Aber auch beim Herrn Urbach als Leiter der Geschäftsstelle tritt dieser Fall auf. Zur Zeit sind alle unsere Parteiämter und Beauftragungen ehrenamtlich. Wenn nun plötzlich die Positionen, die recht arbeitsintensiv sind, über die Fraktion angestellt werden, dann sieht es so aus, als ob die Fraktionen unsere Parteiposten finanzieren.

    Entweder ist es uns möglich jemanden zu finden, der diese Arbeit ehrenamtlich erledigt oder die Partei muss sich überlegen, wie wir diese Personen finanziert bekommen. Man darf gesetzlich mit Fraktionsmitteln nicht die Parteiarbeit finanzieren. Das heißt wir sollten vermeiden dies zu tun. Und wenn wir nur Menschen finden, die diesen Posten mit Hilfe eines Fraktionsjobs erledigen können, dann haben wir ein Problem.

    Natürlich können wir sagen, dass die betreffende Person ihren Parteijob weiterhin ehrenamtlich und nur in ihrer Freizeit macht und der Job in der Fraktion ein Job wie jeder andere ist, aber wenn man ganz ehrlich zu sich selbst ist, glauben da bestimmt die wenigsten dran.  Würden wir es gut finden, wenn die CDU das macht? Nein. Ich glaube das ist ein guter Maßstab. Selbst wenn es so ist, der Vorwurf der Vermischung steht immer im Raum und darum sollte man diesen Eindruck verhindern.

    Konsequenterweise sollten also die Abgeordneten und ihre Angestellten keine arbeitsintensiven und verantwortungsvollen Posten in leitender Funktion übernehmen und für den Zeitraum abgeben. Das trifft dann zum Beispiel auf den Bundespressesprecher, den Leiter der Geschäftstelle, die entsprechenden Posten in der Bundes-IT, Jobs als reine Verwaltungsschranze etc. zu.

    Die Grenze ist da nicht immer ganz klar. Sicherlich ist die Funktion des AG Koordinators der AG xyz kein solcher Hinderungsgrund. Aber bei manchen Posten ist relativ eindeutig auf welcher Seite der Grenze sie liegen. Im Prinzip alle Parteifunktionen, die wir, wenn wir das Geld hätten, sofort selbst bezahlen würden.

    Da dies meist Beauftragte sind, liegt es auch in der Hand des jeweiligen Vorstands zu reagieren. Das heißt, spätestens dann fällt es auf die ganze Partei zurück und nicht nur auf die Abgeordneten (falls man da überhaupt eine Unterschiedung gemacht hat).

    5. Hieraus ergibt sich die Frage, was den mit Vorstansämtern ist, da ja nun sowohl ein Bundesvorstand als auch ein zwei Landesvorstände im Berliner Abgeordnetenhaus sind.

    Edit: Ich hätte schwören können, das der Bundesbernd im AGH sitzt. Korrekt: 2 Landesvorstände, ein Jupi-Vorstand.

    Hier ist mir selbst auch noch nicht ganz klar, ob das die gleiche Kategorie wie 4. ist. Vermutlich liegt es auch daran, dass die beiden Abgeordnete und keine Angestellten sind. Man kann eher einschätzen ob ein Abgeordneter seine Arbeit zu Gunsten des Amtes schleifen lässt als man überprüfen kann, dass der Mitarbeiter seine Arbeit macht.

    Tendenziell auch nicht ok, aber hier hat die Basis ja auch entsprechende Handhabe, die Situation zu ändern im Gegensatz zu den Angestellten.

    Ich hoffe mal, dass die 15 Piraten hier noch etwas zur Besinnung finden, denn wir hatten den Anspruch es besser zu machen und wir sollten nicht schon nach so kurzer Zeit so eklatant gegen unsere Prinzipien verstoßen.

    Wenn die Frage “würden wir es gut finden, wenn die CDU oder $Partei das gleiche machen” mit Nein beantwortet wird, sollte immer Anlass zum Nachdenken und besonders vorsichtigem Abwägen sein. Oder kurz: Im Zweifel lieber nicht.


  3. Praktikum – Woche 1

    Oktober 12, 2011 by schokostreusel

    Soo, erste Schritte sind gemacht.

    Auch wenn mich MatLab an einigen Stellen mal wieder getrollt hat, gibt es erste anschaubare Ergebnisse.

    Da hab ich mich ewig gewundert, warum ich zu wenig Daten habe und dann liegt das nur daran, dass Matlab gern mal verheimlicht, dass es noch mehr Daten hat. X = Lese(Daten) und es fehlt was. Benutzt man stattdessen das einfach  [X, Y] = Lesen(Daten) und schon sind die fehlenden Informationen plötzlich da. :-)

    Wenn man dann die Daten einfach mal darstellt, dann könnte das genausogut ein Rohrschachtest sein:
    Ein Gehirnklumpen oder doch Rohrschachtest?

    Wenn man dagegen nur ein bisschen an der Darstellung arbeitet, dann sieht das ganze schon viel passabler aus:

    Ui, ein Gehirn.

    Wie man endlich erkennt: eine Gehirnhälfte.

    Dazu braucht man nur ein bisschen:

    • axis equal off, camlight
    • lighting phong
    • LineStyle = none
    • und facecolor gleich dieses wunderhübsche beige, oder wie immer man die Farbe auch nennen mag :-)
    Das muss dann auch für heute reichen, mal schauen ob ich jemanden finde, der mich hier rauslässt. (Ich brauch echt langsam einen Schlüssel.)



  4. Kann etwas, das eine Wirkung hat, wirklich wirkungslos sein?

    Oktober 4, 2011 by schokostreusel

    Auf Telepolis gibt es einen Artikel zum Thema alternative Medizin, informed consent und was überhaupt wirklich “Medizin” ist.

    In der Abgrenzungsfrage, was denn “richtige” Medizin sei, wird als Grenze die Erforschung des Medikaments oder Verfahrens in einer wissenschaftlichen Studie vorausgesetzt und dort die Wirksamkeit nachgewiesen wurde. Bei den bekanntesten Vertretern der Alternativmedizin Akupunktur und Homöopathie hat man in diversen Studien keine Wirksamkeit, die signifikant größer als der Placeboeffekt wäre, festgestellt.

    Das heißt also, das es bei schwerwiegenden Krankheiten, wie zum Beispiel Krebs, es gefährlich wäre, sich auf solche Alternativmedizin zu beschränken und zu hoffen, dass es von alleine besser wird, da es hier schwerwiegende Konsequenzen haben kann.

    Aber einen Effekt, der im Bereich des Placeboeffektes liegt, gibt es trotzdem. Das heißt der Patient fühlt sich subjektiv oder objektiv besser ohne dass die Verbesserung nachweislich irgendetwas mit den Wirkstoffen des Palcebos zu tun gehabt hätte. Wenn wirkungslos nach gängiger Definition bedeutet, dass etwas keine Wirkung hat, dann sollte man wohl eher von wirkungsarm sprechen.

    Darum finde ich es auch falsch, wenn in dem Artikel ständig von der Wirkungslosigkeit der Alternativmedizin geschrieben wird. Auch Placebos sind nicht wirkungslos. Es gab zum Beispiel eine Studie die herausgefunden hat, dass teure Placebos besser sind als billige.

    Ich finde es ja wichtig beim Kampf gegen Homöopathie und andere Quacksalbererei darauf zu achten, dass man selbst keinen Unsinn schreibt. Wenn also Akupunktur oder Globuli Placebowirkung haben, dann sollte man darauf hinweisen, dass ein alleiniges Verlassen darauf gefährliche gesundheitliche Konsequenzen haben kann, aber alles pauschal als komplett wirkungslos abzutun, wenn eine sehr geringe Wirkung vorhanden ist, finde ich falsch.

    Oder als TL; DR: Wenn etwas Placebowirkung hat, kann es per definition nicht wirkungslos sein, oder?


  5. Morgen Abend – Battle of the Beer

    September 29, 2011 by schokostreusel

    Morgen Abend feiern wir auf dem Ingolstädter Herbstfest das Battle of the Beer.

    Nach dem sich letztens der hohe Besuch aus Ingolstadt über das Jenaer Bier beschwert hatte, senden wir nun unsere gefährlichste Waffe – den KV Spritti Wilm – in gefährliche Gefilde um endgültig zu klären, welches Bier das bessere ist. Pils oder das andere Zeugs.

    Die beiden ehemaligen Jenaer Hofschranzen des Grünen Fürstes schlagen deswegen Freitag Abend in Bayern auf zum saufen, saufen, saufen! Außerdem klären wir die Frage wo der Weißwurscht-Äquator endet und wo Preußen beginnt und welche Teile an Franken abgegeben werden müssen. Auch Menschen die keine Anhänger der Bierologie sind, dürfen gern vorbeikommen.
    Außerdem klären wir die Frage, ob das der am schlechtesten geshoppte Flyer ist, denn man hätte erstellen können :)

    Herzlich eingeladen sind alle, solltet ihr vorbeikommen meldet euch bitte noch einmal bei @AndiPopp.

    Battle of the Beer

    Battle of the Beer


  6. Sieben-Zehner-Deckel

    August 24, 2011 by schokostreusel

    Da wollt ich doch heut ganz vorbildlich erwachsen sein und war einkaufen etc. und dann hab ich meinen 7-10er- Deckel (read: sieben-zehner-Deckel) nach dem Autoölauffüllen verloren :(

    Erwachsen sein ist hart.


  7. Die destruktive Wirkung des Opferfeminismus

    Juli 29, 2011 by schokostreusel

    EDIT (1. August): In den Kommentaren finden sich auch einige Trolle/schlechte Satire (u.a. von “Frauenhaus”) und mMn zweifelhafte Ansichten, please do not feed the trolls und ignoriert sie. – Sylvi

    Den folgenden Blogpost haben der Andi und der ich gemeinsam geschrieben.

    Fast jeder von uns dürfte die Zeitschrift Bravo als Jugendlicher schon einmal in den Fingern gehabt haben. Zum ersten mal sahen wir dort Geschichten, die irgendwie wie Comics waren, aber nicht gezeichnet sondern mit Fotos. Die Rede ist von den sog. Foto-Love-Storys. Eine aus Alpen-EM-Zeiten stammende Geschichte dieses Formats füllt nun ein kleines Sommerloch. (weiterlesen …)


  8. Mai 23, 2011 by schokostreusel

    Wieder mal ein schöner Comic von A Softer World.

    Don't think of it as us breaking up. Think of it of as me being happy again.


  9. 2 Artikel zum Thema Lohnunterschied zwischen Frau und Mann

    Mai 17, 2011 by schokostreusel

    Der erste Artikel im Tagesspiegel stellt erst mal fest, das Frauen fast so viel wie Männer verdienen und der Unterschied häufig durch lange Babypausen zu Stande kommt.

    Der zweite ist ein schöner Kommentar zu obigem Artikel von Sylvia Vogt, Prozentrechnung für Frauen, in dem sie aufzeigt, das die Argumentation das 13% ja fast genauso viel ist, leider im Alltag nicht funktioniert. Bei der Mensa-Frau stieß sie auf Unverständnis statt dem regulären Preis jetzt nur noch 87% bezahlen zu wollen und auch beim Personalleiter lief es nicht besser:

    Also machte ich mich auf den Weg ins Personalbüro. Der Leiter war schließlich ein Mann, er würde das bestimmt besser verstehen. Ich hätte eine gute Nachricht für ihn, sagte ich, ich würde gar nichts fordern, also eigentlich so gut wie nichts, nur eine Gehaltserhöhung von 13 Prozent und legte den Zeitungsartikel auf den Tisch. Seine Reaktion würde ich im Nachhinein als eigenwillig beschreiben. Mein weibliches Harmoniebedürfnis zwang mich dann, den Raum wieder zu verlassen. Bestimmt mein Fehler. Frauen können einfach nicht verhandeln.

    Merke: 87% sind fast genau so viel wie 100. Werd ich bei den nächsten Klausuren auch mal anbringen :-)

    Nachtrag: Es ist halt die Art des Jobs. Erzieherinnen machen einfach nicht den richtigen. Die Hälfte aller Erzieherinnen arbeitet nicht in einer Vollzeitstelle und so was führt konsequenterweise in Altersarmut.


  10. Bild.de, Pornosteffi und die Schadenfreude

    März 11, 2011 by schokostreusel

    Schadenfreude ist ja bekanntlich die schönste Freude.

    Heute im Fall von Bild.de, denn die Webseite ist auf Grund von installierter Filtersoftware in einer Berliner Stadteilsbibliothek nicht aufrufbar. Mehr Details finden sich auf der Bild-Seite, aber ich verzichte hier auf die entsprechende Fußnote.

    Der O-Ton des empörten Bild-Lesers spricht dann auch gleich von einer Zensur wie in China. Und am Ende hat er ja auch irgendwie Recht.

    Das Problem an der Sache ist, das die bei der Bild sehr beliebte Frau Stefanie von und zu Guttenberg, die in der letzten Zeit kaum noch von sich hören lässt, auf einer anderen Ebene absolut für Internetfilter ist. Natürlich nur zum Wohle der Kinder.

    Bei Missbrauchsdarstellungen ist man sich da relativ schnell einig, das man das wegfiltern muss, statt besserer Prävention und länderübergreifender Zusammenarbeit beim Löschen derselben.

    Aber wer das Internet als gefährlichen Raum sieht, wo Kinder allen möglichen Gefahren hilflos ausgeliefert sind, wie es z.B. Pornosteffis Verein Innocence in Danger tut, der muss die lieben Kleinen auch vor alltäglichen Gefahren schützen. Das fängt bei bösen Computerspielen an, geht über pro-ana Foren und den Süßigkeitenanbietern mit dunklem Auto in Chatforen hin zur Pornografie und alles was irgendwie “jugendgefährdend” ist.

    Und statt auf sinnvolle Aufklärung zu setzen und den Kindern und Eltern verwantwortungsvollen Umgang mit Medien beizubringen, setzt man in Deutschland auf einen restriktiven Ansatz, bei dem man alles von den Kindern wegfiltern muss.

    Was bei CDs, Spielen und im Fernsehen funktioniert, klappt im Netz aber nicht. Trotzdem setzt man gern auf Jugendschutzfilter, die, wie man im Laufe der letzen Verhandlungen zum Jugendmedienschutz-Staatsvertrag gesehen hat, noch nicht offiziell zertifiziert existieren.

    Denn es wird zu viel Erlaubtes weg- und “Verbotenes” nicht gefiltert. Bis jetzt konnte die Bild immer für Filter sein, denn im JMStV wären Online-Angebote von Printmedien (ich schreibe bewusst nicht Zeitung) von den Filterregeln ausgenommen gewesen. Unsere arme, gefährdete Jugend hätte so weiterhin ohne Probleme auf die Nacktbilder dort zugreifen können.

    Die Bibliothek aber hatte vermutlich keine Lust auf die offiziell genehmigten Filter zu warten und hat Filter-Software aus dem Ausland bezogen und deren Nacktbild-Suchalgorithmen fielen vermutlich die Schmuddelbilder auf. Da Bibliotheken und Schulen aber gerne Schutzfilter einsetzen, durfte die Bild die Nachteile auch mal am eigenen Leib erfahren (vermutlich eine gesetzliche Regelung, die nur so die unbeaufsichtigte Nutzung öffentlicher Computer möglich macht -  Link anyone?)

    Vielleicht wird jetzt auch dem ein oder anderen Bildleser klar, wieso Inhaltsfilter im Internet keine gute Idee sind.

    Denn was in China staatlich geregelt ist und die ganze Bevölkerung betrifft, soll zum Schutz der Kinder in Deutschland staatlich bzw. halbstaatlich entschieden werden, was man von Schulen, Bibliotheken und anderen öffentlichen Netzen aus noch lesen und anschauen darf. Dabei haben die meisten Filterbefürworter sicherlich nur gute und noble Absichten im Sinn, aber die Musikindustrie freut sich ja zum Beispiel seit langem endlich auf eine entsprechende Lösung.

    Nobel geht hier die Welt zu Grunde.

    Und ich wehre mich dagegen das mir (legale) Inhalte jedwelcher Art nicht zugänglich sind und das man Kinder und Jugendliche daran gewöhnt unter solchen Einschränkungen aufzuwachsen. Wäre ja nicht das erste mal, das so was schief geht. Stattdessen sollte man endlich anfangen den Menschen zu erklären, das das Internet nicht böse ist, wenn man weiss, wie man damit umzugehen hat.