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Februar, 2011

  1. “Mich interessiert was ein Psychologe zu solch einem Fall von Wirklichkeitsverdrängung meint.”

    Februar 27, 2011 by schokostreusel

    [25/365] On the couch (Explored)

    Aus einem Interview vom Nachfolger von zu Guttenbergs Doktorvater:

    Mich [würde interessieren] was ein Psychologe zu solch einem Fall von Wirklichkeitsverdrängung meint. Die Kanzlerin geht fehl in der Annahme, dass der Doktrograd irrelevant wäre, für die Ausführung seines Amtes. Entscheidend in dieser Frage ist doch seine Wahrnehmung von dem was er getan hat und die divergiert von dem, was er objektiv getan hat. Das ist die politische Dimension dieses Skandals.

    Gefunden hier, etwa in der Mitte.

     


  2. Rezept für Piratenkekse

    Februar 27, 2011 by schokostreusel

    Ein Piratenkeks

    Ein Piratenkeks

    Diese Kekse haben wir zum Kreisparteitag in Jena gegessen und sie waren sehr lecker.

    Zutaten: (ca. 30-36 Stück)

    • 225 g Butter
    • 100 g Zucker
    • 220 g braunen Zucker
    • 1-2 Päckchen Vanillezucker
    • 2 Eier
    • 310 g Mehl
    • 1/2 Backpulver
    • 1 Prise Salz
    • ca. 300 g Schokolinsen/Smarties/M & Ms/ Nüsse
    • Schokoglasur (selbstgemacht oder gekauft, die von RUF eignet sich ganz gut)

    Den Ofen auf ca. 180° vorheizen (bei Umluft reichen ca. 150°).

    Butter und den gesamten Zucker mischen, danach Eier und Vanillezucker hinzufügen. Danach Mehl, Packpulver und Salz untermischen. Zum Schluss die Schokolinsen, gehackte Nüsse oder Smarties nach Belieben untermischen.

    Mit einem Löffel den Teig klecksartig auf Backpapier verteilen, der Teig läuft von alleine in runde Keksform, darum sollten 3-5 cm Platz dazwischen sein.

    Fertig ist der Teig nach ca. 10 Minuten – alternativ wenn der Rand langsam braun wird.

    Nach dem Backen ist der Teig recht weich, deswegen kurz ruhen und abkühlen lassen, sie werden später recht knusprig.

    Nach dem Abkühlen, die Glasur aufwärmen und am besten mit einem Löffel, die Kekse dekorieren.

    Guten Hunger!

    Das Rezept ist an dieses hier angelehnt und dort gibt es auch eine Skalierungsfunktion für die Zutaten.


  3. Frauen – ihr seid keine Nerds!

    Februar 24, 2011 by schokostreusel

    Denn so was gibt es gar nicht, wenn man dem Spiegel glauben darf. Beziehungsweise Christian Fahrenbach - Autor bei der Jugend!-Zeitung YAEZ, die den Artikel auch in der Rubrik  Schulspiegel unter dem Titel “Die neuen Nerds – Gefeierte Fachidioten” veröffentlicht hat.  Es folgt ein halber Rant.

    Wo doch Nerds dank Sheldon Cooper, Bill Gates, Julian Assange und Mark Zuckerberg (really?) langsam auch im Mainstream auftauchen (und die Weltherrschaft an sich reißen!!!), muss man mal untersuchen was denn so ein Nerd ist. Grob zusammengefasst ein leicht bis stark asozialer, unsportlich – darum pummeliger Außenseiter,  mit unter Umständen mangelnder Hygiene, der sich mit irgendwelchem “Zeugs” intensiv beschäftigt. Wobei “Zeugs” irgendwas sein muss, was “uncool” ist, wie Bücher oder Technik oder gar Naturwissenschaften oder so. Außerdem trägt der Nerd gern Hornbrillen und hängt auch mal an Muttis Rockzipfel. Kurz: unattraktiv.

    Aber vor allem eines: männlich.

    Der Artikel plätschert dahin und versucht herauszufinden, wo denn das Wort herkommt und ist inklusive “Der Nerd-Style von heute” eine etwas lieblose Stereotypisierung. So weit nix neues. Am Ende wird dann noch gefragt, ob das Bemühen nach Abgrenzung nicht etwas nerdig sei. Selbstverständlich gibt es eine internationale Verschwörung der Nerds sich freiwillig als Außenseiter zu verhalten und die Hornbrille ist das inoffizielle Erkennungsmerkmal der Freimauer-Nerds. Das hat absolut nichts mit den sozialen Verhältnissen an den Schulen zu tun und das man halt statt lokaler Kontakte sich Menschen mit gleichen Interessen im Netz sucht.

    Nicht eine weibliche Person ist berühmter Nerd, nur einmal werden Frauen überhaupt erwähnt: denn erfolgreiche Nerds sind reich und deswegen gibt’s dort auch Frauen auf den Partys.

    Für die obligatorische Klickstrecke kann man hübsche Frauen immerhin als Nerd verkleiden (inklusive Hornbrille), denn sind wir mal ehrlich – wer will schon picklige Geeks anschauen, selbst wenn der Artikel von selbigen handelt? Und da es ja in dem Artikel um Männer geht und von denen auch gelesen werden soll, da braucht man natürlich etwas Hübsches zum angucken. Nur Model-Bilder – nicht ein einziges Bild von den Sachen, mit denen Nerds sich so intensiv beschäftigen. Und so eine Klickstrecke mit hübschem Model muss ja für Kerle, besonders die, die im echten Leben ja nie eine Frau abbekommen können, total interessant sein.

    Jedenfalls wird klar, Frauen sind keine Geeks, keine Nerds und auch keine Hacker. Frauen sind zum Angucken da.

    Fazit: sexistischer, stereotyper, mieser, frauenfeindlicher Artikel und dann auch noch in einem Jugend-Magazin. Tolle Sache.

    Beziehungsweise es gilt das übliche “there are no women on the internet” – hier halt “there are no female nerds”. Fail, fail, fail.

    Zur Aufmunterung:


  4. Ehre, wem sie nicht gebührt oder jung, dynamisch und den Erfolg los

    Februar 18, 2011 by schokostreusel

    Dieser wunderschöne Artikel ist mir grad eben bei danisch.de über den Weg gelaufen und den solltet ihr euch kurz anschauen.

    Denn unter der Überschrift “Generation Guttenberg”, der ja grad seinen Doktor vorsichtshalber ruhen lässt, geht es um einen jungen, sympathisch ausschaueenden Nachwuchs-Computer-Informationssicherheitsfachmann namens Michael Backes, der im Jahr 2009 vom MIT unter die Top 35 der Nachwuchswissenschaftler gewählt wurde, und der erste Deutsche war dem das gelang. Außerdem ist sein Institut im Saarland Teil der Exzellenzinitiative des Bundes.

    Dem ein oder anderem kommt die Kombination vielleicht langsam bekannt vor, junger Saarländer, der irgendwas mit sicheren Informationen macht? Und mit dem Bund hat’s auch irgendwie zu tun. Genau, das ist der gleiche Michael Backes, den unsere Bundesverbraucherschutzministerin so toll fand, weil der nämlich digitale Bilder aus dem Internet sicher löschen können sollte.

    Der digitale Radiergummi von x-pire!, der so grandios gescheitert ist, weil das Konzept DRM-Radiergummi nicht funktioniert.

    Aber so was macht doch Hoffnung: auch wir könnten MITs TOP 35 unter 35 sein.

    Auch wir könnten jung, dynamisch, erfolgreich sein. Man darf’s halt mit dem wissenschaftlichen Anspruch nicht so genau nehmen, das hält ja nur unnötig von wichtigem Selbstmarketing ab.


  5. Openleaks wird immer unsympathischer

    Februar 8, 2011 by admin

    Nach der heutigen Podiumsdiskussion der Boell-Stiftung zum Thema Whistleblowing ist mir Openleaks relativ unsympathisch geworden. Gut, vielleicht ist das auch der persönliche Verdienst von Daniel Domscheit-Berg.

    Und wie man jetzt bei Netzpolitik liest, haben wohl die openleaker unveröffentlichte Dokumente mitgenommen und wollen jetzt wie Glucken darauf sitzen bleiben. Feiner Zug. Das zeigt doch, wo die Prioritäten liegen.

    Während der Diskussion hat Daniel versucht den Sinn von Open-Leaks zu erklären und so richtig ist das nicht klar geworden. Der Hauptservice ist, das sie Leaks für den Leaker anonymisieren, so dass der Rückschluss auf den Leaker nicht mehr möglich ist. Und außerdem irgendwie Kontakt zu möglichen Interessenten herstellen (die nach irgendwelchen Kriterien und Quoten bei Openleaks ausgewählt werden ( z.B. 50% Zeitungen 50% NGOs, nach welchen Eigenschaften ist bie jetzt unklar).

    Aber viel mehr scheint Openleaks nicht machen zu wollen und ist somit fein raus aus der Verantwortung.

    Denn vor allem wollen sie keine Original-Dokumente veröffentlichen und das ist doch eigentlich einer der Reize von Wikileaks und Leak-Plattformen. Denn wie sehr deutsche Zeitungen auf Rohmaterialien verlinken sehen wir ja tagtäglich z.B. beim Spiegel und den Depeschen. Auch die restlichen Zeitungen haben hyperlinks noch nicht unbedingt für sich entdeckt. (Und dann fordert Konstantin Notz auch noch Ethik-Standards für Leak-Plattformen a la Pressekodex.)

    Die Attraktivität war doch bis jetzt immer die Rohdaten zu kennen, auch um die Zeitungsberichte darüber verifizieren zu können – da gab es ja z.T. auch interessante Unterschiede. Und der zweite Vorteil war, das für die Verlage – und vor allem dann für die NGOS die über ein ausreichendes Budget gar nicht verfügen – eine Verlinkung auf die Daten relativ sorglos möglich war und man nicht das rechtliche Risiko eingehen musste, die Informationen selbst zu veröffentlichen.

    Es is zwar schön, wenn Openleaks seine Finanzen öffentlich machen will, aber da sind mir die Rohdateien von Wikileaks lieber.


  6. Zitate

    Februar 1, 2011 by admin

    “The supreme arrogance of religious thinking: that a carbon-based bag of mostly water on a speck of iron-silicate dust around a boring dwarf star in a minor galaxy in an underpopulated local group of galaxies in an unfashionable suburb of a supercluster would look up at the sky and declare, ‘It was all made so I could exist’.”
    - Peter Walker


  7. Springer voll digital

    Februar 1, 2011 by admin

    Vor kurzem wurde Mathias Döpfner, der Chef vom Springer-Verlag, zur “Media-Persönlichkeit des Jahres” gewählt. Und der Artikel der in der Zeitschrift des Preis-Verleihers zum Thema steht ist, doch recht amüsant.

    Als erstes erfährt man, dass er nämlich ein “entschlossener Vorkämpfer für die Digitalisierung” sei und das in der Zukunft Bezahlmodelle für digitale Inhalte unausweichlich seien.

    Dann erfährt man, dass der Chef sich auch für Kultur und Gesellschaft interessiert und in dem Zusammenhang fällt dann der Satz: “Freiheit ist für Döpfner ein ganz zentraler Aspekt.”

    Auch ganz am Ende kommt noch mal ein Zitat, welches doch sehr zum Schmunzeln anregt, wenn man an Springerveröffentlichungen wie die Welt und die Bild denkt: “Die [Juroren] zollen Döpfner Respekt für sein digitales Engagement und bewundern, wie er ‘mit Vollgas auf der Digitalisierungswelle reitet’.”

    Man könnte jetzt natürlich über den Unterschied zwischen Wunsch und Wirklichkeit lästern, aber meckern kann jeder. Freuen wir uns doch lieber darauf, was uns die digitale Zukunft so alles bringen könnte: Bild.de verschwunden hinter einer pay-wall oder doch eher ein freiheitsschonendes Leistungsschutzrecht?

    Auch soll er gesagt haben, das jeder Verleger einmal am Tag Steve Jobs für das iPad danken solle. Bin ja mal gespannt, ob man in Zukunft auch noch dankbar ist, wenn der gute Steve wie in Belgien auch in Deutschland 30 % des “digitalen” Profits abhaben möchte.